Deutschland: Was sich 2019 ändert

Quelle www.focus.de

Verbesserungen bei der Rente, Entlastungen bei den Krankenkassenbeiträgen: Die Bundesregierung hat für 2019 viele Änderungen auf den Weg gebracht. Was sich für die Menschen in Deutschland ab Januar ändert – und wo es mehr netto vom brutto gibt.

Steuerzahler

Sollen stärker entlastet werden, vor allem Familien. Das Entlastungspaket hat ein Volumen von 9,8 Milliarden Euro. Der steuerliche Kinderfreibetrag wird angepasst – er soll von 7428 auf 7620 Euro erhöht werden. Zudem soll der Grundfreibetrag der Steuerzahler von 9000 auf 9168 Euro steigen, auch der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen soll leicht steigen.

Zudem gibt es eine Rückzahlung der „kalten Progression“, die Einkommenszuwächse wegen inflationsbedingt steigender Preise zum Teil „auffrisst“. Insgesamt soll sie um 2,2 Milliarden abgebaut werden. Das Kindergeld wird ab Juli um zehn Euro erhöht. Eine Familie mit einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro soll 2019 um mindestens 9,36 Prozent entlastet werden, das bedeutet für sie 251 Euro mehr im Jahr.

Beitragszahler I

Zum Jahreswechsel werden der Pflegebeitrag um 0,5 Punkte erhöht und der Arbeitslosenbeitrag um 0,5 Punkte gesenkt. Der Arbeitslosenbeitrag sinkt von 3 auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt zum 1. Januar 2019 um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Beitragszahler ohne Kinder müssen künftig 3,3 Prozent zahlen.

Beitragszahler II

Gutverdienende müssen höhere Sozialabgaben zahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, bis zu der Beiträge fällig sind, steigt zum neuen Jahr von 4425 auf 4537,50 Euro im Monat. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt diese Gehaltsschwelle von 6500 auf 6700 Euro im Westen und von 5800 auf 6150 Euro im Osten. Für die meisten Beitragszahler verändert sich durch die Anhebung der Bemessungsgrenzen nichts. Gutverdiener zahlen dann hingegen mehr ein.

Krankenversicherte

Die 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen werden entlastet – die Arbeitgeber müssen wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen. Ab 1. Januar 2019 finanzieren sie auch die von den Mitgliedern bisher allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit. Arbeitnehmer und Rentner sparen dadurch 6,9 Milliarden Euro jährlich.

Arbeitnehmer I

Im Januar wird zeitlich befristete Teilzeit eingeführt. Die vereinbarte Arbeitszeit kann künftig für ein bis fünf Jahre verringert werden. Dann müssen die Arbeitgeber die Rückkehr in Vollzeit ermöglichen. Die befristete Teilzeit mit anschließender Brücke in Vollzeit gilt in Unternehmen mit mindestens 45 Beschäftigten, wenn der Mitarbeiter mindestens ein halbes Jahr in dem Betrieb ist. Arbeitgeber mit 46 bis 200 Beschäftigten müssen nur einem von 15 Arbeitnehmern den Anspruch auf Brückenteilzeit gewähren.

Arbeitnehmer II

Beschäftigte sollen durch bessere Förderung von Weiterbildungen durch die Arbeitsagenturfür den digitalen Wandel gewappnet werden. Unabhängig von Ausbildung, Alter und Betriebsgröße soll Weiterbildung ermöglicht und damit verbreitert werden. Auch für Aufstocker, die ihren geringen Lohn mit Hartz IV aufbessern, soll es eine solche Weiterbildungsförderung geben.

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Arbeitslose

Arbeitslose können leichter Arbeitslosengeld I beziehen: Künftig müssen sie binnen 30 Monaten mindestens 12 Monate Beiträge gezahlt haben – bisher sind es 12 Monate binnen 24 Monaten.

Geringverdiener

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar von derzeit 8,84 Euro bruttoauf 9,19 Euro je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde und ab dem 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro.

Grundsicherungsbezieher

Alleinstehende mit Hartz IV bekommen im neuen Jahr acht Euro mehr pro Monat. Der Regelsatz steigt dann auf 424 Euro. Wer mit einem anderen bedürftigen Erwachsenen wie dem Ehepartner in einer Wohnunglebt, für den steigt der Satz um 8 auf 382 Euro. Für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren gibt es eine Erhöhung um 6 auf 322 Euro. Bis zur Vollendendung des sechsten Lebensjahres werden künftig 245 Euro gezahlt, 5 Euro mehr als bislang. Für Kinder von 6 bis 13 Jahren steigt die Leistung um 6 auf 302 Euro monatlich.

Mieter

Mieter sollen ab Januar besser vor Kostensprüngen geschützt werden. So darf die Miete nach Modernisierungen künftig binnen sechs Jahren nur noch um maximal drei Euro pro Quadratmeter steigen, in bestimmten Fällen nur um zwei Euro. Von den Kosten können statt elf Prozent noch acht Prozent auf die Mieter umgelegt werden. Zudem müssen Vermieter neuen Mietern offenlegen, was der vorherige Mieter gezahlt hat.

Kita-Eltern und Kinder

Deutschlands Kitas sollen besser und für Geringverdiener kostenlos werden. Ab 2019 sollen die Länder dafür Mittel über das „Gute-Kita-Gesetz“ erhalten können. Bis 2022 sollen dafür 5,5 Milliarden Euro vom Bund an die Länder fließen. Im neuen Jahr sollen es zunächst 500 Millionen Euro sein. Mit dem Geld können zum Beispiel längere Öffnungszeiten oder zusätzliche Erzieher für Kindergärten und Kindertagesstätten finanziert werden.

Rentner

Die Mütterrente wird deutlich ausgeweitet. Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden stärker angerechnet. Die betreffenden Renten werden so pro Kind um 16,02 Euro brutto im Westen und um 15,35 Euro im Osten erhöht. Die erweiterte Mütterrente dürfte bei im Januar beginnenden Neurenten bereits zu Buche schlagen. Die Bestandsrenten werden erst ab März erhöht, der Zuschlag soll dann nachgezahlt werden. Das Absicherungsniveau der gesetzlichen Rente wird zudem bis 2025 konstant gehalten. Das Verhältnis der Renten zu den Löhnen wird bei mindestens 48 Prozent festgeschrieben. Der Rentenbeitragssatz soll bis dahin zudem die 20-Prozent-Marke nicht überschreiten. Heute beträgt er 18,6 Prozent. Mehr Geld bekommen Erwerbsminderungsrentner.

Pflege-Betroffene

Für den Kampf gegen die Personalnot in der Pflege kommt ein Paket für 13.000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege. In Kliniken sollen die Krankenkassen jede aufgestockte Stelle komplett bezahlen. Taxifahrten zum Arzt sollen für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 und Menschen mit Behinderungen künftig einfacher werden. Angehörige, die zur Kur gehen wollen, sollen ein pflegebedürftiges Familienmitglied parallel in derselben Reha-Einrichtung betreuen lassen können.

Langzeitarbeitslose

Für Langzeitarbeitslose kommen geförderte Jobs für den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Fünf Jahre erhalten Arbeitgeber dafür Geld vom Staat: In den ersten beiden werden die Lohnkosten voll übernommen, dann sinkt der Zuschuss jedes Jahr um zehn Prozentpunkte. Bedingung ist, dass Langzeitarbeitslose älter als 25 Jahre sind und binnen sieben Jahren mindestens sechs Jahre Hartz IV bekommen haben.

Konsumenten

Ab 1. Januar sind Supermärkte verpflichtet, am Regal gut sichtbar zu kennzeichnen, wo Einweg- und wo Mehrwegflaschen stehen. Das soll den Kunden helfen, sich bewusster zu entscheiden. Außerdem wird die Pfandpflicht ausgeweitet auf Einweg-Verpackungen mit Frucht- und Gemüse-Nektaren mit Kohlensäure – etwa Apfelschorlen aus Nektar – und Mischgetränke mit Molkeanteil von mehr als 50 Prozent – für sie werden künftig 25 Cent Pfand fällig.

Geschlechter

Neben „männlich“ und „weiblich“ ist im Geburtenregister ab Januar auch die Option „divers“ für intersexuelle Menschen möglich. 

Spediteure

Die Lkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen wird erhöht. In die neuen Sätze werden ab 1. Januar 2019 erstmals auch die Kosten der Lärmbelastung eingerechnet. Mehr berücksichtigt wird auch eine stärkere Straßenbelastung durch schwere Laster. Durch die neuen Sätze und die seit Sommer geltende Ausweitung der Maut auf alle Bundesstraßen erwartet der Bund Einnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro pro Jahr – 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher.

Saisonarbeiter

Beim Anbau von Wein, Obst und Gemüse mit ausländischen Saisonarbeitern gilt eine Anhebung der Zeitgrenzen für eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung auf 70 Tage ab Januar dauerhaft. Die Betriebe sollen so bessere Chancen erhalten, qualifizierte Arbeitskräfte für die ganze Saison zu gewinnen.

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Steuern: Gesundheit, Krankheit und Pflege: Steuervergünstigungen sorgen für finanzielle Entlastung

Quelle: Steuertipps

Um die Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen, fallen Kosten für Therapien, Medikamente, Rehamaßnahmen usw. an, die Sie selbst tragen müssen. Normalerweise bleiben private Ausgaben steuerlich unberücksichtigt. Besondere Situationen können aber zu außergewöhnlichen Belastungen führen, und die dürfen Sie dann doch in der Steuererklärung angeben.

Der Gesetzgeber unterscheidet:
außergewöhnliche Belastungen besonderer Art (Fälle, die ausdrücklich im Einkommensteuergesetz definiert sind) und
außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art, die nicht im Gesetz genannt sind und einzeln nachgewiesen werden müssen.

Von der Summe Ihrer gesamten außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art, die Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen, zieht das Finanzamt automatisch die sogenannte zumutbare Belastung ab. Sie wird in drei Stufen nach einem bestimmten Prozentsatz des Gesamtbetrags der Einkünfte bemessen und hängt von Familienstand und Kinderzahl ab. In Höhe dieses Betrags müssen Sie Ihre Genesungskosten alleine tragen.

Wichtig: Zur Berechnung der zumutbaren Belastung gibt es ein Urteil des Bundesfinanzhofs, nach dem Sie jetzt mehr abziehen können! Hier erfahren Sie mehr dazu.

Das können Sie tun, um die Hürde der zumutbaren Belastung zu überwinden:
Konzentrieren Sie Ihre außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art möglichst auf ein Kalenderjahr. Sie können zum Beispiel den Kauf einer neuen Brille und die geplante Zahnsanierung in dasselbe Kalenderjahr legen.
Außergewöhnliche Belastungen sind in dem Kalenderjahr zu berücksichtigen, in dem das Geld bei Ihnen abfließt. Platzieren Sie deshalb Zahlungen um die Jahreswende gezielt im alten bzw. neuen Kalenderjahr.
Prüfen Sie rechtzeitig vor Jahresende, ob Ihre zumutbare Belastung um einen Prozentpunkt nach unten rutscht, wenn Sie zum Beispiel durch zusätzliche Werbungskosten Ihren Gesamtbetrag der Einkünfte senken.

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Familie – Online Rechner: Elterngeld – Kinderzuschlag…

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Make it in Germany: lavorare o studiare in Germania

Sei un professionista nel campo dell’ingegneria, dell’informatica, delle scienze naturali o della tecnica?
Stai considerando l’idea di lavorare in Germania?
O magari desideri frequentare l’università o seguire una formazione professionale?
Su questo sito troverai una sintesi delle informazioni di base nella tua lingua. Per saperne di più, visita il nostro portale di benvenuto, disponibile anche in lingua italiana continua >>>

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Ideas und Opportunities: Mystery Lunch, lo sviluppo aziendale nasce a tavola

Partendo  dalla constatazione che la creatività all’interno delle imprese viene favorita dal dialogo tra le persone,  tre amici di Monaco Baviera  hanno creato  la start-up „TheInnerCrowd UG“, proponendo il cosiddetto  „Mistery Lunch“. In sintesi si tratta di un Cloud-Service (ovvero di un servizio di connessione online) che ha come Target principale le grandi imprese e  come scopo  fare incontare diverse persone senza alcuna precedente conoscenza reciproca.

Atrraverso il Mystery-Lunch-Online-Tool vengono scelti, a intervalli regolari, collaboratori appartenenti a reperti differenti e invitati ad un pranzo collettivo. Con l’aiuto di un algoritmo „intelligente“ si incentivano le idee che favorisscono la cooperazione e lo sviluppo aziendale, eliminando il più possibile il silo-thinking, ovvero la tendenza organizzativa  tendente a favorire la divisione tra i reparti, dannegiando gli obiettivi aziendali comuni. In questo modo  si favorisce non solo l’aumento della produttività  ma anche la soddisfazione dei dipendenti.

Il Mystery-Lunch è stato testato  in Germania da Telefonica e già esporato all’interno del grippo  in altri quattro stati europei.

Fino ad ora sono stati organizzati così più di 4000 Mystery-Lunchs, ovvero 4000 ocassioni per far crescere le imprese solo attraverso una più marcata collaborazione tra dipendenti

Per saperne di più (articolo in lingua tedesca) http://www.starting-up.de/geschaeftsideen/web-und-it/geschaeftsidee-mystery-lunch.html

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Ideas und Opportunities: Mystery Lunch, Mitarbeiter-Netzwerk: Austausch beim Mittagessen

Neue Ideen in Firmen entstehen häufig dann, wenn Mitarbeiter miteinander sprechen, die sich vorher noch nicht kannten. Denn nichts ist schlimmer, als Scheuklappen-Denken. Und deshalb haben drei Freunde in München das Start-up TheInnerCrowd UG gegründet und bieten nun den sogenannten Mystery Lunch an. Es handelt sich bei dieser Geschäftsidee um einen Cloud-Service, der Mitarbeiter großer Firmen über Mittag miteinander vernetzt.

Mit dem Mystery-Lunch-Online-Tool werden automatisch in regelmäßigen Abständen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen ausgelost und zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Mit Hilfe eines intelligenten Algorithmus soll durch die Geschäftsidee sichergestellt werden, dass Silodenken reduziert wird, Abteilungen stärker kooperieren und Wissen frei durch die Organisation fließen kann. Das erhöht nicht nur die Produktivität des Unternehmens, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Mystery Lunch wurde bei Telefónica in Deutschland in einer Beta-Test-Phase getestet und innerhalb des Konzerns bereits erfolgreich in vier weitere europäische Länder exportiert. Dabei konnten schon über 4000 Mystery Lunches organisiert werden – das sind über 4000 Gelegenheiten, bei denen Mitarbeiter etwas über andere Geschäftsbereiche erfahren, sich ausgetauscht, neue Ideen entwickelt, und sich möglicherweise sogar angefreundet haben.

Quellle: http://www.starting-up.de/geschaeftsideen/web-und-it/geschaeftsidee-mystery-lunch.html

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Die Grotten von Pertosa

Die Grotten von Pertosa gehören zu den größten Grotten Süditaliens und sind in der Nähe des gleichnamigen Dorfes gelegen. Sie werden auch Engelsgrotte oder Grotte des Heilige n Michaels genannt.

Grotten von Pertosa- Detail

Sie bilden ein atemberaubendes Naturspektakel, entlang eines unterirdischen Flusses und scheinen in eine Gebirgskette geschnitzt zu sein. Dieser Ort wurde bereits während der neolithischen und chalkolitischen Zeit  genutzt, um darauf im elften Jahrhundert zu einer Kultstätte zu werden.

Vom Grotteneingang gelangt man auf einem Floß in die erste Höhle mit zahlreichen Stalaktiten und einem malerischen Wasserfall; von hier aus teilt sich Grotte in drei Abzweigungen (am interessantesten sind der Stollen der Quelle und der Hauptstollen, der sich wiederum in verschiedene Abzweigungen aufteilt). Während der Exkursion verdienen die höchste Aufmerksamkeit vor allem der „Stollen der Wunder“ samt seiner reichen und zerbrechlichen Höhlenminerale, die „Halle der Madonna“ und die „Halle der Schwämme oder Jungfrauen“, in der die Konkretionen außerordentlich rein sind.
 Text von Salvatore Faraci
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Foto gallery ITALIEN: der sizilianische Karren

Ein Feuerwerk der Farben. An den Seiten, an den Rädern, am Wagenkasten, in jedem einzelnen seiner Bestandteile spiegeln sich die Farben der wunderbaren sizilianischen Sonne, der feuerroten Wassermelonen, des Schwefels, der Orangen und Zitronen, des Himmels und des Meeres, der Lava des Ätna und der Kaktusfeigen.In seiner Gesamtheit ist er Ausdruck sämtlicher mediterraner Kulturen, die je auf der Insel Fuß gefasst haben, sozusagen deren Synthese: die arabischen Farben, die türkisch-byzantinischen Arabesken, die griechischen Kostüme, die Glöckchen, die spanischen Fransen. Betrachtet man ihn aus der Nähe scheint es als sähe und höre man ganz Sizilien mit seinen rauen Panoramen, seinen geheimnisvollen Düften, seinen Weiten.

Text von Salvatore Faraci

 

 

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Siena – ein kulturelles Welterbe

Ein Reiseziel für Dichter, Träumer und Schaulustige. Die Stadt Siena ist eine wahre Fundgrube für Liebhaber der italienischen Kunst und Kultur und ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Es ist die Heimat von Duccio di Buoninsegna, Ambrogio Lorenzetti, Simone Martini, von Papst Pius II und vielen anderen italienischen Persönlichkeiten. Eingebettet in die sanften grünen Hügel der Monti Chianti und umgeben von einer üppigen Landschaft mit Weinbergen und Olivenhai-nen, präsentiert sich diese Stadt, in der knapp 60 000 Menschen leben, wie dem Bilderbuch-Mittelalter entstiegen.

Siena hat seinen mittelalterlichen Stil erhalten, und der Besucher kann hier einige sehr schöne Bei-spiele der italienischen Gotik besichtigen. Typisch für das Stadtbild ist neben dem Architekturstil auch die Farbigkeit der Gebäude, das berühmte Sienabraun, dieser warme Braunton, gibt der Stadt ihren unverwechselbaren Flair. Der Farbton wird aus dem Lehmboden der Region gewonnen und ist seit jeher als Farbpigment eingesetzt worden. Das Stadtbild ist geprägt von monumentalen Prachtbauten, die von einer glorreichen Vergangenheit erzählen.

Das historische Zentrum von Siena wurde von der UNESCO im Jahre 1995 zum kulturellen Welterbe ernannt, bedingt durch sein künstlerisches Welterbe, seinen kohärenten Baustil, seine städtische mit-telalterliche Struktur und dem “Palio di Siena”.

Darüber hinaus befindet sich mitten in der Stadt der Hauptsitz der ältesten Bank der Welt, die Bank «Il Monte dei Paschi di Siena». Die Bank wurde 1492 von der italienischen Bankiersfamilie Salimbeni gegründet. Im historischen Gebäude der Familie befindet sich heute das Logistikzentrum der Bank, daß ein Anziehungspunkt für internationale Finanzdienstleister, diverse Besucher und Politiker ist. Noch heute ist der mittelalterliche Stil der Stadt Siena unverkennbar an den alten Stadtmauern abzu-lesen, die sich an das Stadtgebiet schmiegen. Unzählige Gassen und Gäßchen schlängeln sich von hier aus in das Stadtzentrum. Von oben betrachtet sieht die Stadt aus wie ein umgedrehtes Y. Um diese Beobachtung besser zu verstehen, muß man sich vor Augen halten, daß die Stadt in drei Hauptstraßen gegliedert ist, die seit Jahrhunderten die Verwaltungseinheiten der Stadt darstellen. Diese Einheiten bestehen aus dem Drittel von Camollia, dem Drittel von San Martino und dem Drittel von Città.

Im Schnittpunkt dieser drei Hauptstraßen formt sich auf natürliche Art und Weise die Piazza del Campo, das Zentrum und Herz der Stadt. Für viele Sieneser ist dieser Platz ein besonderer Ort der Erinnerung. Ehemals war die Piazza der Regierungs – und Verwaltungssitz der Stadt, noch heute befindet sich hier das Rathaus, das an die Zeit erinnert, als Siena noch eine Republik war. Unter den großartigen Palästen an der Piazza del Campo sticht, das mächtige rötliche Ziegelwerk des Adelspa-lastes der Sansedoni hervor, der oben von einem zinnenbekrönten Turm abgeschlossen wird. Das Gebäude ist ein zu Beginn des 18. Jhs. erstellter Neubau früherer Häuser des 14. Jhs. und – ebenso wie die Erhöhung der Seitenflügel des Rathauses – ein interessantes Beispiel für einen frühen neugo-tischen Bau.

Über Jahrhunderte hinweg stellte die Piazza auch das wirtschaftliche Zentrum der Stadt dar, hier bün-delten sich die sämtlichen wirtschaftlichen Aktivitäten von Siena. Bis heute konnte die Stadt ihre prächtige Vergangenheit konservieren ohne stehen zu bleiben, dies wird einem so richtig bewußt, wenn in der Piazza das Palio stattfindet. Nur wenige Städte können auf so eine uralte Tradition, die bis heute in den Herzen seiner Bewohner fest verankert ist. Siena und die Sienesen kann man nicht verstehen, schätzen und lieben lernen, wenn man sein Palio nicht versteht. Ein Pferderennen, das zweimal im Jahr entlang der Piazza del Campo ausgetragen wird. Das Rennen am 2. Juli findet zu Ehren der Madonna di Provenzano (Palio di Provenzano) statt, das am 16. August zu Ehren der Maria Himmelfahrt (Palio dell’Assunta).

An diesem Wettkampf beteiligen sich 10 der 17 Straßen der Stadt. Im Altertum wurde die Stadt in drei Drittel gegliedert, in denen mehrere Stadtteile zusammengefasst worden sind. Jeder Stadtteil wurde von einem Prior und einem Hauptmann verwaltet, den wirtschaftlichen Sektor überließ man den Vikaren. Ehemals beteiligten sich 23 Stadtteile, später 17 und heute nehmen 10 an dem Rennen in der Piazza teil. Pro Rennen sind immer nur 10 der 17 Stadtteile zugelassen, und zwar immer jene 7, die im Vorjahr beim entsprechenden Rennen aussetzen mussten und 3 Stadtteile, die durch das Los bestimmt werden.

Diese Auswahl wurde getroffen um die Sicherheit für die Jockeys und die Pferde zu gewährleisten. In der Tat könnte dieses bunte Durcheinander auf der Rennbahn zu unerfreulichen Unfällen führen.

Nach drei Runden in der Piazza, steht fest welches Pferd mit oder ohne Jockey, das “Cencio» / Palio für den Stadtteil gewonnen hat. Der Gewinner ist immer das Pferd, welches nach der letzten Runde als erstes die Ziellinie überquert. Der Reiter muss nicht notwendigerweise ins Ziel kommen. Wichtig ist jedoch, dass das Pferd weiterhin das Diadem des Stadtteils auf seiner Stirn trägt. Verliert es dieses, ist es aus dem Rennen. Wichtiger als der eigene Sieg ist es, einen etwaigen Sieg des verfeindeten Stadtteils zu verhindern.

Das «Cencio» oder Palio hat einen wichtigen sakralen Symbolwert für die Teilnehmer des Stadtteils der jeweiligen Sieger, sie werden nach dem Wettkampf im Juli, in der Kirche der Madonna zu Pro-venzano, gesegnet. Im August hingegen versammeln sich die Sieger im Dom. In der Tat ist es schwie-rig über die Palio di Siena Erfahrung zu schreiben, noch schwieriger ist es für den Leser dieses Spektakel zu verstehen. Am besten erlebt man diese einzigartige Erfahrung gemeinsam mit den Sie-nesern, wenn sich die Stadt in die Farben der Stadtteile hüllt, die Klänge zu Gesängen verschmelzen, die Trommeln im Takt schlagen und die Luft eine magische Feststimmung verströmt, die sich in der Geschichte dieser Stadt präsentiert.

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COLONIA: MUSEO ROMANO-GERMANICO

La Collezione del Museo Romano-germanico prende spunto dall’eredità archeologica della città e del suo circondario fino al primo medioevo. Molto conosciuti sono i mosaici di periodo romano 220-230 D.C. e la tomba ricostruita del legionario Poblicius ca. 40 D.C. Straordinari sono inoltre i gioielli di epoca romana, così come oggetti di vita quotidiana degli abitanti di Colonia Claudia Ara Agrippinensium, così era denomibarta Colonia al tempo dei romani.

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