Steuern: Gesundheit, Krankheit und Pflege: Steuervergünstigungen sorgen für finanzielle Entlastung

Quelle: Steuertipps

Um die Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen, fallen Kosten für Therapien, Medikamente, Rehamaßnahmen usw. an, die Sie selbst tragen müssen. Normalerweise bleiben private Ausgaben steuerlich unberücksichtigt. Besondere Situationen können aber zu außergewöhnlichen Belastungen führen, und die dürfen Sie dann doch in der Steuererklärung angeben.

Der Gesetzgeber unterscheidet:
außergewöhnliche Belastungen besonderer Art (Fälle, die ausdrücklich im Einkommensteuergesetz definiert sind) und
außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art, die nicht im Gesetz genannt sind und einzeln nachgewiesen werden müssen.

Von der Summe Ihrer gesamten außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art, die Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen, zieht das Finanzamt automatisch die sogenannte zumutbare Belastung ab. Sie wird in drei Stufen nach einem bestimmten Prozentsatz des Gesamtbetrags der Einkünfte bemessen und hängt von Familienstand und Kinderzahl ab. In Höhe dieses Betrags müssen Sie Ihre Genesungskosten alleine tragen.

Wichtig: Zur Berechnung der zumutbaren Belastung gibt es ein Urteil des Bundesfinanzhofs, nach dem Sie jetzt mehr abziehen können! Hier erfahren Sie mehr dazu.

Das können Sie tun, um die Hürde der zumutbaren Belastung zu überwinden:
Konzentrieren Sie Ihre außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art möglichst auf ein Kalenderjahr. Sie können zum Beispiel den Kauf einer neuen Brille und die geplante Zahnsanierung in dasselbe Kalenderjahr legen.
Außergewöhnliche Belastungen sind in dem Kalenderjahr zu berücksichtigen, in dem das Geld bei Ihnen abfließt. Platzieren Sie deshalb Zahlungen um die Jahreswende gezielt im alten bzw. neuen Kalenderjahr.
Prüfen Sie rechtzeitig vor Jahresende, ob Ihre zumutbare Belastung um einen Prozentpunkt nach unten rutscht, wenn Sie zum Beispiel durch zusätzliche Werbungskosten Ihren Gesamtbetrag der Einkünfte senken.

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Foto gallery – ITALIEN: Der Trevi Brunnen – la fontana di trevi

Der Brunnen ist der Endpunkt der antiken Wasserleitung der Aqua Virgo (italienisch Acqua Vergine), die von Giacomo della Porta 1570 wieder in die Stadt geführt wurde. Schon unter Alexander VII. Chigi (r. 1655-67) gab es Pläne, den Brunnen-becken architektonisch zu erfassen. Angelegt wurde die Fontana di Trevi schließlich 1732-51 von Nicola Salvi.

Möglicherweise geht sein Entwurf auf einen verlorengegangen Plan Berninis zurück. Den Figurenschmuck führte Pietro Bracci nach Salvis Tod aus. In der Mitte unter einem dreiachsigen Triumphbogen steht der Gott Neptun auf einem von zwei Meerespferden gezogenem Wagen, umgeben von Muscheln und Tritonen.

Das Wasser strömt über künstliche Felsen und umspült die Figuren, bis es schließlich von einem halbrunden Becken aufgefangen wird, von wo aus der Kreislauf aufs neue beginnt. Der Name Fontana di Trevi geht nicht auf das gleichnamige umbrische Bergstädtchen zurück, sondern  beruht auf die Gegebenheit, dass der Brunnen am Schnittpunkt dreier Wege (tre vie) steht.

Wenn Sie nach Rom zurückkehren möchten, sollten Sie eine Münze in die Fontana di Trevi werfen. Aus eigener Erfahrung ist zu bestätigen, dass an dem Aberglaube doch ein Stückchen Wahrheit ist.

Foto: Pixabay

 

 

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