Category: News

(BMWi): das „4.0-Kompetenzzentrum Handel”

Il presente articolo è traducibile anche in lingua italiana e inglese tramite un’applicazione online. Circa possibili divergenze tra contenuto originale  in lingua tedesca e risultato della traduzione  la nostra redazione non si assume alcuna responsabilità. 

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Anfang Juli hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das „4.0-Kompetenzzentrum Handel“ für kleine und mittlere Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründer eröffnet. Der Auftakt war offensichtlich erfolgreich: „Ja, wir sind sehr zufrieden. Das Interesse der Händler an dem neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel ist sehr groß“, sagt Holger Seidenschwarz von ibi research an der Universität Regensburg GmbH. Die Forschungseinrichtung gehört zu den Partnern des Kompetenzzentrums.

(Angehende) Unternehmerinnen und Unternehmer können sich bei den Expertinnen und Experten über die Möglichkeiten der Digitalisierung ihres (zukünftigen) Handelsunternehmens informieren. Zu den deutschlandweiten und kostenfreien Angeboten gehören außerdem Workshops, Unternehmersprechstunden, Podcasts, Checklisten und Infomaterialien. Darüber hinaus wird das Kompetenzzentrum Handel mit dem DigitalMobil Handel (DiMo) auf Tour gehen. In Berlin, Regensburg, Köln und Langenfeld wird es Erlebniszentren geben, in denen die Händler digitale Lösungen testen können.

Der Bedarf an diesem vielseitigen Serviceangebot sei auf jeden Fall vorhanden, ist Holger Seidenschwarz überzeugt: „Während sich der Anteil des E-Commerce an den Einzelhandelsumsätzen 2017 noch auf 9,6 Prozent belief, zeigt die Prognose von ibi research einen Anstieg auf über 15 Prozent bis zum Jahr 2024.“ Wer heute im Handel startet, sollte daher in seinem Businessplan auch die Möglichkeiten zur Digitalisierung seines Handelsgeschäftes berücksichtigen. „Nötig ist ein durchdachtes Konzept, am besten in einer erfolgversprechenden Nische. Dabei müssen die betriebswirtschaftlichen Eckpunkte stimmen. Dazu zählt zum Beispiel die Wahl der Vertriebskanäle, denn hinter dem Verkauf auf Marktplätzen steckt eine andere Kostenstruktur als hinter dem eigenen Online-Shop“, weiß Holger Seidenschwarz. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kolleginnen steht er ratsuchenden (angehenden) Unternehmerinnen und Unternehmern zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum Handel ist Teil der „Mittelstand Digital“-Initiative des BMWi und damit in ein Netzwerk von Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren eingebunden. Neben ibi researchsind weitere Partner aus der Wissenschaft am Kompetenzzentrum Handel beteiligt. Konsortialleiter ist der Handelsverband Deutschland e.V. (HDE).

Deutschland: Was sich 2019 ändert

Quelle www.focus.de

Verbesserungen bei der Rente, Entlastungen bei den Krankenkassenbeiträgen: Die Bundesregierung hat für 2019 viele Änderungen auf den Weg gebracht. Was sich für die Menschen in Deutschland ab Januar ändert – und wo es mehr netto vom brutto gibt.

Steuerzahler

Sollen stärker entlastet werden, vor allem Familien. Das Entlastungspaket hat ein Volumen von 9,8 Milliarden Euro. Der steuerliche Kinderfreibetrag wird angepasst – er soll von 7428 auf 7620 Euro erhöht werden. Zudem soll der Grundfreibetrag der Steuerzahler von 9000 auf 9168 Euro steigen, auch der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen soll leicht steigen.

Zudem gibt es eine Rückzahlung der “kalten Progression”, die Einkommenszuwächse wegen inflationsbedingt steigender Preise zum Teil “auffrisst”. Insgesamt soll sie um 2,2 Milliarden abgebaut werden. Das Kindergeld wird ab Juli um zehn Euro erhöht. Eine Familie mit einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro soll 2019 um mindestens 9,36 Prozent entlastet werden, das bedeutet für sie 251 Euro mehr im Jahr.

Beitragszahler I

Zum Jahreswechsel werden der Pflegebeitrag um 0,5 Punkte erhöht und der Arbeitslosenbeitrag um 0,5 Punkte gesenkt. Der Arbeitslosenbeitrag sinkt von 3 auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt zum 1. Januar 2019 um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Beitragszahler ohne Kinder müssen künftig 3,3 Prozent zahlen.

Beitragszahler II

Gutverdienende müssen höhere Sozialabgaben zahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, bis zu der Beiträge fällig sind, steigt zum neuen Jahr von 4425 auf 4537,50 Euro im Monat. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt diese Gehaltsschwelle von 6500 auf 6700 Euro im Westen und von 5800 auf 6150 Euro im Osten. Für die meisten Beitragszahler verändert sich durch die Anhebung der Bemessungsgrenzen nichts. Gutverdiener zahlen dann hingegen mehr ein.

Krankenversicherte

Die 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen werden entlastet – die Arbeitgeber müssen wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen. Ab 1. Januar 2019 finanzieren sie auch die von den Mitgliedern bisher allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit. Arbeitnehmer und Rentner sparen dadurch 6,9 Milliarden Euro jährlich.

Arbeitnehmer I

Im Januar wird zeitlich befristete Teilzeit eingeführt. Die vereinbarte Arbeitszeit kann künftig für ein bis fünf Jahre verringert werden. Dann müssen die Arbeitgeber die Rückkehr in Vollzeit ermöglichen. Die befristete Teilzeit mit anschließender Brücke in Vollzeit gilt in Unternehmen mit mindestens 45 Beschäftigten, wenn der Mitarbeiter mindestens ein halbes Jahr in dem Betrieb ist. Arbeitgeber mit 46 bis 200 Beschäftigten müssen nur einem von 15 Arbeitnehmern den Anspruch auf Brückenteilzeit gewähren.

Arbeitnehmer II

Beschäftigte sollen durch bessere Förderung von Weiterbildungen durch die Arbeitsagenturfür den digitalen Wandel gewappnet werden. Unabhängig von Ausbildung, Alter und Betriebsgröße soll Weiterbildung ermöglicht und damit verbreitert werden. Auch für Aufstocker, die ihren geringen Lohn mit Hartz IV aufbessern, soll es eine solche Weiterbildungsförderung geben.

Hier den Finanzen-Newsletter abonnieren

Berichte, Videos, Hintergründe: Jeden Tag versorgt Sie FOCUS Online mit den wichtigsten Nachrichten aus dem Ressort Finanzen. Hier können Sie den Newsletter ganz einfach und kostenlos abonnieren.

Arbeitslose

Arbeitslose können leichter Arbeitslosengeld I beziehen: Künftig müssen sie binnen 30 Monaten mindestens 12 Monate Beiträge gezahlt haben – bisher sind es 12 Monate binnen 24 Monaten.

Geringverdiener

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar von derzeit 8,84 Euro bruttoauf 9,19 Euro je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde und ab dem 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro.

Grundsicherungsbezieher

Alleinstehende mit Hartz IV bekommen im neuen Jahr acht Euro mehr pro Monat. Der Regelsatz steigt dann auf 424 Euro. Wer mit einem anderen bedürftigen Erwachsenen wie dem Ehepartner in einer Wohnunglebt, für den steigt der Satz um 8 auf 382 Euro. Für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren gibt es eine Erhöhung um 6 auf 322 Euro. Bis zur Vollendendung des sechsten Lebensjahres werden künftig 245 Euro gezahlt, 5 Euro mehr als bislang. Für Kinder von 6 bis 13 Jahren steigt die Leistung um 6 auf 302 Euro monatlich.

Mieter

Mieter sollen ab Januar besser vor Kostensprüngen geschützt werden. So darf die Miete nach Modernisierungen künftig binnen sechs Jahren nur noch um maximal drei Euro pro Quadratmeter steigen, in bestimmten Fällen nur um zwei Euro. Von den Kosten können statt elf Prozent noch acht Prozent auf die Mieter umgelegt werden. Zudem müssen Vermieter neuen Mietern offenlegen, was der vorherige Mieter gezahlt hat.

Kita-Eltern und Kinder

Deutschlands Kitas sollen besser und für Geringverdiener kostenlos werden. Ab 2019 sollen die Länder dafür Mittel über das “Gute-Kita-Gesetz” erhalten können. Bis 2022 sollen dafür 5,5 Milliarden Euro vom Bund an die Länder fließen. Im neuen Jahr sollen es zunächst 500 Millionen Euro sein. Mit dem Geld können zum Beispiel längere Öffnungszeiten oder zusätzliche Erzieher für Kindergärten und Kindertagesstätten finanziert werden.

Rentner

Die Mütterrente wird deutlich ausgeweitet. Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden stärker angerechnet. Die betreffenden Renten werden so pro Kind um 16,02 Euro brutto im Westen und um 15,35 Euro im Osten erhöht. Die erweiterte Mütterrente dürfte bei im Januar beginnenden Neurenten bereits zu Buche schlagen. Die Bestandsrenten werden erst ab März erhöht, der Zuschlag soll dann nachgezahlt werden. Das Absicherungsniveau der gesetzlichen Rente wird zudem bis 2025 konstant gehalten. Das Verhältnis der Renten zu den Löhnen wird bei mindestens 48 Prozent festgeschrieben. Der Rentenbeitragssatz soll bis dahin zudem die 20-Prozent-Marke nicht überschreiten. Heute beträgt er 18,6 Prozent. Mehr Geld bekommen Erwerbsminderungsrentner.

Pflege-Betroffene

Für den Kampf gegen die Personalnot in der Pflege kommt ein Paket für 13.000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege. In Kliniken sollen die Krankenkassen jede aufgestockte Stelle komplett bezahlen. Taxifahrten zum Arzt sollen für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 und Menschen mit Behinderungen künftig einfacher werden. Angehörige, die zur Kur gehen wollen, sollen ein pflegebedürftiges Familienmitglied parallel in derselben Reha-Einrichtung betreuen lassen können.

Langzeitarbeitslose

Für Langzeitarbeitslose kommen geförderte Jobs für den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Fünf Jahre erhalten Arbeitgeber dafür Geld vom Staat: In den ersten beiden werden die Lohnkosten voll übernommen, dann sinkt der Zuschuss jedes Jahr um zehn Prozentpunkte. Bedingung ist, dass Langzeitarbeitslose älter als 25 Jahre sind und binnen sieben Jahren mindestens sechs Jahre Hartz IV bekommen haben.

Konsumenten

Ab 1. Januar sind Supermärkte verpflichtet, am Regal gut sichtbar zu kennzeichnen, wo Einweg- und wo Mehrwegflaschen stehen. Das soll den Kunden helfen, sich bewusster zu entscheiden. Außerdem wird die Pfandpflicht ausgeweitet auf Einweg-Verpackungen mit Frucht- und Gemüse-Nektaren mit Kohlensäure – etwa Apfelschorlen aus Nektar – und Mischgetränke mit Molkeanteil von mehr als 50 Prozent – für sie werden künftig 25 Cent Pfand fällig.

Geschlechter

Neben “männlich” und “weiblich” ist im Geburtenregister ab Januar auch die Option “divers” für intersexuelle Menschen möglich. 

Spediteure

Die Lkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen wird erhöht. In die neuen Sätze werden ab 1. Januar 2019 erstmals auch die Kosten der Lärmbelastung eingerechnet. Mehr berücksichtigt wird auch eine stärkere Straßenbelastung durch schwere Laster. Durch die neuen Sätze und die seit Sommer geltende Ausweitung der Maut auf alle Bundesstraßen erwartet der Bund Einnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro pro Jahr – 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher.

Saisonarbeiter

Beim Anbau von Wein, Obst und Gemüse mit ausländischen Saisonarbeitern gilt eine Anhebung der Zeitgrenzen für eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung auf 70 Tage ab Januar dauerhaft. Die Betriebe sollen so bessere Chancen erhalten, qualifizierte Arbeitskräfte für die ganze Saison zu gewinnen.

Translate »