Mailand: Der Dom Santa Maria Nascente

Dom Santa Maria Nascente ist Wahrzeichen, Treffpunkt, ein Stück Mailänder Identität, Herzstück und die in Szene gesetzte Mitte der Stadt. Über vier Jahrhunderte zog sich der Bau des Gebäudes hin, und diese lange Bauzeit hat ihre Spuren am Äußeren hinterlassen. Der erste Eindruck, der den kompakten Bau einheitlich erscheinen läßt, täuscht, denn vielfältige Stilformen haben hier Eingang gefunden und sind zu einem widersprüchlichen Konglomerat verschmolzen, das charakteristisch für die Stadtlandschaft werden sollte. Ein besonderes Vergnügen ist es, auf den mit Marmortafeln gepflasterten Dachterrassen des Doms zu wandeln, zu denen an der Nordseite eine Treppe und ein Fahrstuhl führen. Der Ausblick reicht über die ganze Stadtlandschaft bis weit in die Lombardische Ebene hinein.

Regionen und Städte Italiens

Der Mailänder Dom DIE STADT Nirgends kommt man dem Himmel in Italien so nah wie auf dem Mailänder Dom, nirgends klingen die Stimmen der Tenöre schöner als in der weltberühmten Scala, nirgends sind die Modetempel glamouröser und die Eitelkeiten größer.
Mailand macht sich selbst zum Maß aller Dinge. Seit ihrer Gründung setzt die Stadt auf elegante Zurückhaltung. Und so erschließt sich denn auch die Schönheit der altehrwürdigen Mailänder Palazzi, der kleinen Läden um die Ecke, der Kanäle, der verrauchten Bars und Restaurants und großartigen Kirchen. Wer sein Augenmerk nicht nur auf die hell erleuchteten und auf Hochglanz geputzten Straßenzüge konzentriert, sondern die Stadt offen, neugierig und aufmerksam erkundet, der wird sehr viel entdecken.
Geschichte
In der Spätantike erlebte das im 4.Jh v. Ch. von Kelten gegründete, ab 222 v. Chr. römische Mediolanum, eine Blütezeit. Ein neuer Aufschwung begann nach 1000 als freie Kommune.
Nominell Kaiser Friedrich 1.Barbarossa unterstellt, bestand Mailand auf seiner Selbständigkeit und gründete gemeinsam mit anderen oberitalienischen Städten 1167 die Lega lombarda, die 1176 einen entscheidenden Sieg bei Legnano gegen Barbarossa errang. Aus den Kämpfen zwischen den führenden Famílien gingen die Visconti als Sieger hervor und errichten im 14.jh eine Signoria (Alleinherrschaft)
Nach dem Tod des letzten Visconti 1450 übernahm der Söldnerführer Francesco Sforza die Macht. Ab 1499 wurde die Stadt Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Spanien: 1535 ging sie endgültig an Spanien. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg bestimmten die Habsburger bis 1859 die Geschicke Mailands. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg kennzeichnet heute ein enormer wirtschaftlicher Aufschwung auch dank vieler Zuwanderer aus Süditalen die Stadt.
MAILAND ZU SEHEN: Der Dom - Galleria Vittorio Emanuele II - La Scala Theater - Castello Sforzesco- Via Montenapoleone
Der Dom
Dom Santa Maria Nascente ist Wahrzeichen, Treffpunkt, ein Stück Mailänder Identität, Herzstück und die in Szene gesetzte Mitte der Stadt. Über vier Jahrhunderte zog sich der Bau des Gebäudes hin, und diese lange Bauzeit hat ihre Spuren am Äußeren hinterlassen. Der erste Eindruck, der den kompakten Bau einheitlich erscheinen läßt, täuscht, denn vielfältige Stilformen haben hier Eingang gefunden und sind zu einem widersprüchlichen Konglomerat verschmolzen, das charakteristisch für die Stadtlandschaft werden sollte. Ein besonderes Vergnügen ist es, auf den mit Marmortafeln gepflasterten Dachterrassen des Doms zu wandeln, zu denen an der Nordseite eine Treppe und ein Fahrstuhl führen. Der Ausblick reicht über die ganze Stadtlandschaft bis weit in die Lombardische Ebene hinein.
Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: Hier ist erst der Schlüssel zu allem.
So schrieb Johann Wolfgang von Goethe am 13. April 1787 während seiner ersten Italienreise aus Palermo, auf der Suche nach den Wurzeln der abendländischen Kultur. Worte, die sämtliche Gemütsregungen des größten deutschen Dichters zum Ausdruck bringen. Während seines Besuchs auf der Insel stößt er auf jene Orte, die in der Mythologie beschrieben werden.
Zwischen Scylla und Charybdis am Ende der Straße von Messina begegnet er den Abenteuern des Odysseus. Wieder ein weiterer Blick und schon tauchen die Äolischen bzw. Liparischen Inseln auf, Residenz des Windgottes Äolus. Weiter gen Süden führt ihn die Fantasie auf die Spuren des Äneas. Während er auf den Stufen des Griechischen Theaters in Taormina verweilt, dem für ihn schönsten Ort der Welt, taucht die überwältigende Silhouette des Ätna auf, dem Wohnsitz der Zyklopen. Wohin auch immer er seinen Blick richtet, er ist wie gefesselt vom Zauber: Goethe repräsentiert aufs Beste die Millionen Touristen, die jedes Jahr auf Sizilien eintreffen. Eine eindrucksvolle und vielseitige Landschaft wiederholt ihren unveränderten Willkommensgruß. Das Meer und die Berge verschmelzen in einem Spiel der Farben, in denen herbe Elemente, wie die erstarrte Lava an den Hängen des Ätna, allmählich ihren Platz dem Reichtum der mediterranen Macchia überlassen.
Doch das ist erst der Auftakt, um in der Ebene von Catania den Duft von Orangen und Zitronen zu genießen, einem farbenfrohen Erbe arabischer Vergangenheit (9. Jh.), durch das der Anbau von Zitrusfrüchten nach Sizilien kam. Richtet man sich landeinwärts, nimmt die Gegend jenen kahlen Aspekt an, der während der römischen Herrschaft (210 v. Chr.) entstand. Damals wurden die Wälder abgeholzt, um dem intensiven Getreideanbau Platz zu machen. Kaum wird die Landschaft hügeliger, taucht das Vorgebirge von Enna auf. Dieser Ort diente über Jahrhunderte hinweg als Festung, von der aus ganz Zentralsizilien kontrolliert wurde. An Calltanissetta und den Madonischen Bergen vorbei gelangt man an die Nordküste, wo von Cefalù bis Palermo die normannischen (12. Jh.) und byzantinischen (6. Jh.) Werke weitere Elemente bieten, um das Mosaik der sizilianischen Kultur zu vervollständigen. Die Dome von Cefalù und Monreale sowie die Erhabenheit von Palermo sind Sinnbilder eines Siziliens, das von Normannenkaiser Friedrich II ( 12. Jh. ) zum feinen Salon Europas gemacht wurde. Nach Erice, Trapani, den Ägadischen Inseln, den archäologischen Stätten in Segesta, Selinunte und Eraclea Minoa verdeutlicht einem der Concordiatempel, dass man sich nun im Tal der Tempel in Agrigento befindet. Bei Nacht betrachtet in jener irrealen Atmosphäre, welche die Stimmung so geheimnisvoll macht, scheint es nicht mehr verwunderlich, dass Philosophen wie Ernpedokles oder Schriftsteller vom Kaliber eines Luigi Pirandello, Nobelpreisträger der Literatur, hier die Inspiration für ihre Werke erhalten haben.
Das barocke Sizilien der Handwerksmeister wartet kurz darauf in den Orten Ragusa, Noto und Caltagirone, der Hauptstadt der sizilianischen Keramik. Sie öff-nen all denen die Türen der Läden, prächtigen vornehmen Palazzi und Kathedralen, die die vornehm gestalteten Symbole der Volksweisheit lieben. Die archäologischen Orte Syrakus und Taormina sind weitere prachtvolle Zeugnisse griechischer Vergangenheit. In Messina mit seinen zahlreichen Jugendstil-Palazzi kann man dann am Horizont die Liparischen Inseln erblicken. Die Gelegenheit, um den wunderbaren Spaziergang zwischen Kultur, Natur und Geschichte der Orte fortzusetzen, an denen die Götter zuhause waren. Für diejenigen, die in den Mythos eintauchen und den Zauber der Jahrtausende einatmen wollen, halten sie immer neue Überraschungen bereit. Hervorragende Eindrucke von Orten, die ungezwungen erlebt werden sollten, denn in Sizilien ist jeder Winkel eine archäologische Stätte, Hüter von tausend Legenden.
Text von Salvatore Faraci
Sie erstreckt sich der Länge nach, von der Adria Küste im Osten bis fast zur tyrrhenischen Küste im Westen, wobei sie das kontinentale Italien von dem peninsularischen Italien trennt. Sie war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen dem Norden und Süden des Landes, da sie vom Frankenweg, vom Bernsteinweg und von der Via Romea durchquert wurde. Ihre Morphologie wird von einem breiten flachen Streifen bestimmt, der sie vom Nordwesten zum Südosten durchzieht und nahe diesem Streifen entwickelt sich ein fast genau so großes Gebiet, das aus der Apenninkette besteht. Die Eigenschaften des Bodens und die Öffnung der Via Emilia 187 v.Chr. haben die Entwicklung der Region bestimmt, als fast alle Städte wie eine Linie am Fuße der Bergkette entlang entstanden. Ihre blühende Landwirtschaft und die Industrie, die in allen Bereichen, vor allem in der Lebensmittelherstellung wirksam ist, haben sie zu einer der üppigsten Zonen des Landes gemacht.
EMILIA ROMAGNA DURCH UND DURCH Bologna - Paicenza - Parma - Reggio Emilia - Modena -Forli - Rimini - Ravenna - Ferrara

Das Meer und die Berge, die in das Mittelmeer eintauchen,, sind in jeder Landschaft von Ligurien präsent. Sie  bestimmen von jeher den besonderen Charakter der Leute, die Besonderheit der Geschichte und bringen eine sehr interessante Gastronomie hervor.

Eine Gastronomie, die zu den raffiniertesten des Landes gehört. Die Berge gehören zu zwei verschiedenen orographischen Systemen, die hauptsachlich in ltalien vorkommen: die Alpen, die hier ihren südlichsten Ausläufer haben. und das Apenninengebirge, das in Ligurien beginnt .

Einzigartig ist dagegen das Meer, das Ligurische Meer, auf das man von der Hauptstadt Genua ausblicken kann. 

LIGURIEN DURCH UND DURH

Genua - La Spezia - Savona - Imperia - Cinque Terre - Portofino

Genua hat den ersten italienischen Hafen. Es gehört zu den wichtigsten des Mittelmeers. Die Rolle, die der Stadt bei der Entwicklung Liguriens zukommt, ist absolut vorrangig, was noch heute die Tatsache bezeugt, dass hier 40% der Bevölkerung der Region wohnen.

Das Ausmaß der Bedeutung als Seestadt stammt direkt aus der Römerzeit, als Genua Haupthafen des zisalpinen Gallien war. Im Mittelalter wurde diese Stadt so mächtig, dass sie an die Spitze des Mittelmeerhandels trat. Die Grundlagen für eine große Seerepublik wurden schon beim ersten Kreuzzug geschaffen ( 1096-99), als sie ihre führende Rolle in den bedeutenden Siegen der Seeschlachten von Meloria ( 1284) und von Curzola ( 1298) bestätigen konnte.

Die Handels- und Militärbestrebungen der Stadt wurden durch ein stark gegliedertes und mächtiges Finanzsystem unterstützt, dessen Herzstück seinen Platz direkt im Palast vom HI. Giorgio, einem Gebäude, das heute aus einem gotischen (1260) und einem Renaissance Teil ( 1570) besteht, hatte. Nicht weit davon entfernt befindet sich die schone Kathedrale S. Lorenzo, die wegen ihrer charakteristische Stylentwicklung sehr interesant ist. Sie wurde im 9. Jh. gegründet und als Kathedrale erbaut. 

Der romanische Teil stammt aus ihrem Wiederaufbau im 12 Jh., wahrend der gotische Teil der unteren Fassade, der Türme und des Atriums aus dem 13. Jh. stammt.

Die werteren Änderungen aus der Epoche der Renaissance entstammen dem 16. Jh. Eines der bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerke, das heute vollkommen restauriert ist, ìst die Commenda di Prè, mit den beiden Kirchen (der Oberen und der Unteren) von S. Giovanni. Der Klosterkomplex wurde 1180 von den Rittern von Jerusalem errichtet, um den zahl-reichen Pilgern zu helfen, die auf die Schiffe ins Heilige Land warteten.

Es handelte sich dabei um  das großte "Krankenhaus" jener Zeit. Ein anderer Denkmalkomplex, Zeugnis der Macht Genuas im Mittelalter, sind die Bauten mit Ausblick auf den eindrucksvollen Platz S. MatteoDie Hauser der Doria (Wohnungen der berühmtesten Familie der Stadt, die zwischen dem 13. und 18.Jh. gebaut wurden) und die Kirche vom S. Matteo, die 1125 hach dem Willen von Martino Doria gegründet wurde und während der Jahrhunderte die Kirche der Adelsfamilie war. Mittelalterlich ist auch die Kirche vom Hl. Donato, die ein schönes Triptychon des 18. Jh. von Joos van Cleve bewahrt. 

Die Kirche S. Maria di Castello repräsentiert dagegen die Summe der Kunst von Genua, da alle Stylepochen ein wenig vertreten sind. Der Wiederaufbau der ursprünglichen urchristlichen Konstruktion stammt aus dem 12. Jh. Zu den wichtigen mittelalterlichen Denkmälern von Genua kann man die Kirche S. Maria delle Vigne (im 17. Jh. renoviert) und die Kirche vom HI. Stefano, die nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges stark renoviert wurde, zahlen. Das Wahrzeichen der Stadt, die sogenannte Lateme, ist ein 76 Metern hoher Leuchtturm, der sich über dem alten Hafen erhebt. Er bekam seine heutige Form im Jahre 1543, aber er hat einen viel älteren Ursprung. 

Tiefe Kontraste zwischen den herrschenden Familien von Genua führten im 15. Jh. zur politischen Krise, die im zeitweiligen Verlust der Unabhängigkeit den Höhepunkt fand. Genua wurde Teil des Herzogtums von Mailand. Mittelpunkt fur das künftige Glück der Stadt war die Figur des Führers Andrea Doria, der 1528 von Kaiser Karl V.  die politische Aner-kennung der Republik Genua zuge-sprochen bekam. Diese konnte zunächst bis zur Zeit Napoleons unabhängig bleiben, obwohl sie die vergangene Blütezeit nicht wieder erreichte. Im 16. Jh. gab es für die Kunst Genuas einen neuen Aufschwung, der im Bau der wunderschönen Paläste seinen Höhepunkt fand, die Ausblick auf die heutige Via Garibaldi gewahren. 

Zu den zahlreichen prunkvollen Häusern gehört der Palast Doria Tursioder Rathauspalast, der besonders erwähnenswert ist. lm Innern werden außerdem handschriftliche Briefe des berühmtesten Sohnes von Genua, Christoph Kolumbus, sowie der "Kodex der Vorrechte" aufbewahrt, die ihm von den Spanischen Königen zugesprochen wurden. 

lm Weißen Palast, im Roten Palast und im Königlichen Palast befinden sich die gleichnamigen Galerien mit wertvollen Gemälden von ligurischen, venezianischen und flamischen Künstlern. Die prunkvollste Schöpfung der religiösen Architektur des 16. Jh. ist die Kirche SS. Annunziata, die 1591-1625 ihr heutiges Aussehen erhielt 

Im 19. Jh. wurden dieser Architektur die Umgehungsstraße am Berg und der Friedhof von Staglieno, einer der interessantesten Europas, hinzugefügt. Die Wallfahrtskirche Nostra Signora della Guardia ist architektonisch nicht besonders bedeutungsvoll, aber sie ist Gegenstand großer Verehrung. 

Der Komplex befindet sich an der Küste, in einer wunderschönen Bucht, die man entweder auf einem langen Landweg oder vom Meer aus erreichen kann. 

In wenigen Kilometer Entfernung von hier findet man eines der bezaubernden Gebiete ltaIiens, den berühmten Berg von Portofino. Es handelt sich um ein geschütztes Gebiet, wo die charakteristischste Mittelmeervegetation üppig wachst 

Östlich der Provinz Genua erstreckt sich die Provinz La Spezia. Die Stadt hat  einen wichtigsten Militärhafen. Nicht weit von ihr entfernt befindet sich Portovenere, ein Küstenort, der wegen der großen Ebene auf dem Gipfel sehr malerisch ist. Portovenere ist sehr beliebt, sowohl wegen der Landschaft, die man von hier aus genießen kann, als auch wegen der kleinen aber kostbaren Kirche vom Hl. Pietro (aus dem 13.Jh.). 

In der Provinz La Spezia findet man ein Gebiet, das landschaftlich sehr wertvoll ist. Es wird Cinque Terre genannt. Es handelt sich um kleine Ortschaften am Meer in einer naturbelassenen Landschaft, die man nur mit der Bahn erreichen kann, da es keine Straßenverbindungen gibt. Auf den Hügeln am Meer zeigt sich der Mittelmeerniederwald in seinem vollen Glanz.

Hauptortschaft des Inlands von La Spezia ist Sarzana, mit einer wunderbaren romanisch-gotischen, im 15. Jh. vollendeten, Kathedrale, in der ein 1138 gemaltes Kreuz aus Holz erhalten bleibt 

Die Provinz Savona ist diejenige von den beiden Provinzen im westlichen Teil von Ligurien, die naher an Genua liegt. In ihrem Gebiet sind die Städte und Ortschaften, die bedeutende künstlerische Zeugen der eigenen  berühmten Vergangenheit sind, sehr schön.

Zu diesen gehört zunächst Albenga mit einer wunderbaren mittelalterlichen Anlage und einer wertvollen Kathedrale mit schönem Fassadenschmuck aus dem Mittelalter.  Das naheliegende spatromanische Baptisterium ist das wichtigste Gebäude aus der Zeit des Urchristentums von Ligurien. Im Innern werden Reste des ursprün-glichen Taufbeckens aufbewahrt​.

In der Provinz Imperia, die im Westen die Region begrenzt, sind die Kollegiatkirche der Assunta im altertümlichen Ort Triora und das Kloster vom HI. Domenico in Taggia (1460-90) die wichtigsten religiösen Denkmaler im Inland. 

Die eindrucksvolle Geschichte dieser Kultur - und Kunststadt wird durch die Schönheit der gotischen Kirche und des Kreuzgangs, des Refektoriums und des Kapitelsaals verdeutlicht. 

Die berühmteste Stadt an der Küste ist San Remo, mit einer mittelalterlichen Tradition), die im 19.Jh., als  erste der italienischen Städte, den Ferientourismus verstärkt kennengelernt hat,  der ihr Erscheinungsbild stark geprägt hat 

San Remo mit seinem Spielkasino ist jedes Jahr Austragungsort der Festspiele des italienischen Liedes, einer Veranstaltung, die im Land mit großem Interesse verfolgt wird. Westlich der Stadt, in der Nähe der Grenze mit Frankreich, befindet sich Bordighera, eine Ortschaft die seit dem 19. Jh. ebenso wie San Remo Ziel von Touristenbesuchen ist. Heute ist die gesamte Riviera ein begehrtes Feriengebiet. 

San Remo und Bordighera haben den vergangenen Zauber nicht verloren, aber wahrend des 20. Jh. haben auch andere Ortschaften ebenso großes oder gar noch bedeutenderes Ansehen erworben. Unter diesen finden wir Ortschaften im Osten wie PortofinoS. Margherita Ligure und Rapallo, in der Provinz Genua.

GenuaGenua hat den ersten italienischen Hafen. Es gehört zu den wichtigsten des Mittelmeers.
Das Ausmaß der Bedeutung als Seestadt stammt direkt aus der Römerzeit, als Genua Haupthafen des zisalpinen Gallien war. Im Mittelalter wurde diese Stadt so mächtig, dass sie an die Spitze des Mittelmeerhandels trat. Die Grundlagen für eine große Seerepublik wurden schon beim ersten Kreuzzug geschaffen ( 1096-99), als sie ihre führende Rolle in den bedeutenden Siegen der Seeschlachten von Meloria ( 1284) und von Curzola ( 1298) bestätigen konnte.​
Die Handels- und Militärbestrebungen der Stadt wurden durch ein stark gegliedertes und mächtiges Finanzsystem unterstützt, dessen Herzstück seinen Platz direkt im Palast vom HI. Giorgio, einem Gebäude, das heute aus einem gotischen (1260) und einem Renaissance Teil ( 1570) besteht, hatte. Nicht weit davon entfernt befindet sich die schone Kathedrale S. Lorenzo, die wegen ihrer charakteristische Stylentwicklung sehr interesant ist. Sie wurde im 9. Jh. gegründet und als Kathedrale erbaut. ​
Der romanische Teil stammt aus ihrem Wiederaufbau im 12 Jh., wahrend der gotische Teil der unteren Fassade, der Türme und des Atriums aus dem 13. Jh. stammt.​
Die werteren Änderungen aus der Epoche der Renaissance entstammen dem 16. Jh. Eines der bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerke, das heute vollkommen restauriert ist, ìst die Commenda di Prè, mit den beiden Kirchen (der Oberen und der Unteren) von S. Giovanni. Der Klosterkomplex wurde 1180 von den Rittern von Jerusalem errichtet, um den zahl-reichen Pilgern zu helfen, die auf die Schiffe ins Heilige Land warteten.​
Es handelte sich dabei um das großte "Krankenhaus" jener Zeit. Ein anderer Denkmalkomplex, Zeugnis der Macht Genuas im Mittelalter, sind die Bauten mit Ausblick auf den eindrucksvollen Platz S. Matteo. Die Hauser der Doria (Wohnungen der berühmtesten Familie der Stadt, die zwischen dem 13. und 18.Jh. gebaut wurden) und die Kirche vom S. Matteo, die 1125 hach dem Willen von Martino Doria gegründet wurde und während der Jahrhunderte die Kirche der Adelsfamilie war. Mittelalterlich ist auch die Kirche vom Hl. Donato, die ein schönes Triptychon des 18. Jh. von Joos van Cleve bewahrt. ​
Die Kirche S. Maria di Castello repräsentiert dagegen die Summe der Kunst von Genua, da alle Stylepochen ein wenig vertreten sind. Der Wiederaufbau der ursprünglichen urchristlichen Konstruktion stammt aus dem 12. Jh. Zu den wichtigen mittelalterlichen Denkmälern von Genua kann man die Kirche S. Maria delle Vigne (im 17. Jh. renoviert) und die Kirche vom HI. Stefano, die nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges stark renoviert wurde, zahlen. Das Wahrzeichen der Stadt, die sogenannte Lateme, ist ein 76 Metern hoher Leuchtturm, der sich über dem alten Hafen erhebt. Er bekam seine heutige Form im Jahre 1543, aber er hat einen viel älteren Ursprung. ​
​Tiefe Kontraste zwischen den herrschenden Familien von Genua führten im 15. Jh. zur politischen Krise, die im zeitweiligen Verlust der Unabhängigkeit den Höhepunkt fand. Genua wurde Teil des Herzogtums von Mailand. Mittelpunkt fur das künftige Glück der Stadt war die Figur des Führers Andrea Doria, der 1528 von Kaiser Karl V. die politische Aner-kennung der Republik Genua zuge-sprochen bekam. Diese konnte zunächst bis zur Zeit Napoleons unabhängig bleiben, obwohl sie die vergangene Blütezeit nicht wieder erreichte. Im 16. Jh. gab es für die Kunst Genuas einen neuen Aufschwung, der im Bau der wunderschönen Paläste seinen Höhepunkt fand, die Ausblick auf die heutige Via Garibaldi gewahren. ​
​Zu den zahlreichen prunkvollen Häusern gehört der Palast Doria Tursi, oder Rathauspalast, der besonders erwähnenswert ist. lm Innern werden außerdem handschriftliche Briefe des berühmtesten Sohnes von Genua, Christoph Kolumbus, sowie der "Kodex der Vorrechte" aufbewahrt, die ihm von den Spanischen Königen zugesprochen wurden. ​
​lm Weißen Palast, im Roten Palast und im Königlichen Palast befinden sich die gleichnamigen Galerien mit wertvollen Gemälden von ligurischen, venezianischen und flamischen Künstlern. Die prunkvollste Schöpfung der religiösen Architektur des 16. Jh. ist die Kirche SS. Annunziata, die 1591-1625 ihr heutiges Aussehen erhielt ​
Im 19. Jh. wurden dieser Architektur die Umgehungsstraße am Berg und der Friedhof von Staglieno, einer der interessantesten Europas, hinzugefügt. Die Wallfahrtskirche Nostra Signora della Guardia ist architektonisch nicht besonders bedeutungsvoll, aber sie ist Gegenstand großer Verehrung.
Der Komplex befindet sich an der Küste, in einer wunderschönen Bucht, die man entweder auf einem langen Landweg oder vom Meer aus erreichen kann. ​
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