Kleinbetrieb – piccola impresa: news

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KLEINBETRIEB: Steuern – fisco

Zum Jahreswechsel 2020/2021 sind wieder viele Änderungen im Umsatzsteuerrecht zu beachten. Wir geben einen kompakten Überblick über wichtige Neuerungen aus Rechtsprechung und Verwaltung in 2020 sowie neue gesetzliche Regelungen für 2021 ....weiter
Im Zuge der Jahresabschlussvorarbeiten muss auch das Konto Bewirtungskosten überprüft werden. Lesen Sie hier, welche Kontrollen Sie durchführen sollten. Bewirtungskosten: So gehen Sie vor Für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass können Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Steuerlich sind hier jedoch Einschränkungen zu beachten sowie formale Voraussetzungen und Nachweispflichten zu erfüllen. Eine Bewirtung liegt vor, wenn Personen Speisen, Getränke, sonstige zum sofortigen Verzehr bestimmte Genussmittel sowie dazugehörige Nebenkosten (Trinkgelder, Garderobe) dargereicht werden. Die Versorgung von Personen mit Kaffee, Tee, Getränken und Gebäck, z. B. im Rahmen von Besuchen oder Besprechungen, stellt keine Bewirtung im steuerlichen Sinn dar – sofern der Umfang geringfügig ist und es sich um eine übliche Geste der Höflichkeit handelt. 30 % der Aufwendungen sind beim Jahresabschluss als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zu berücksichtigen. Die Vorsteuer kann allerdings aus den gesamten Bewirtungskosten (100 %) geltend gemacht werden. Sind die Aufwendungen nicht angemessen, ist ein Vorsteuerabzug aber generell nicht möglich. Die steuerlichen Voraussetzungen zur Anerkennung von Bewirtungsaufwendungen sowie die entsprechenden Nachweispflichten sollten zumindest stichprobenartig überprüft werden, da diese Belege häufig im Fokus von Betriebsprüfern stehen. Arbeitnehmerbewirtung sind vollumfänglich Betriebsausgaben Aufwendungen für die ausschließliche Bewirtung von Arbeitnehmern, z. B. bei Betriebsfesten, können voll abgezogen werden, da eine solche Bewirtung in der Regel nicht geschäftlich, sondern allgemein betrieblich veranlasst ist. Hier gilt allerdings seit 2015 ein lohnsteuerfreier Freibetrag von 110 EUR pro teilnehmenden Arbeitnehmer. Die diesen Freibetrag übersteigenden Kosten sind vollumfänglich lohnsteuerpflichtig. Der Arbeitgeber kann allerdings die Lohnsteuer pauschal mit 25 % ermitteln und übernehmen, um die Teilnahme der Mitarbeiter nicht im Nachgang mit anfallender Lohnsteuer zu bestrafen. In die 110-EUR-Freibetragsgrenze sind allerdings auch die Kosten für teilnehmende Partner und Kinder mit einzubeziehen. Nicht nur zur richtigen Verbuchung, sondern auch zur Ordnungsmäßigkeit der Belege gibt es zusätzliche Vorschriften Diese Aufzeichnungen müssen Sie führen Zum Nachweis der Bewirtungskosten hat der Unternehmer schriftlich aufzuzeichnen: Ort, Tag, Anlass der Bewirtung, die Teilnehmer sowie die Höhe der Aufwendungen. Die verzehrten Speisen und Getränke müssen aus der Rechnung einzeln aufgeschlüsselt mit Angabe der Einzelpreise hervorgehen. Die Finanzverwaltung erkennt nur noch solche Rechnungen an, die maschinell erstellt und registriert werden; die früher übliche handschriftliche „Zusammenrechnung“ auf dem Kellnerblock reicht nicht aus. Ab einem Betrag von 250 EUR muss die Rechnung zudem den Namen des bewirtenden Steuerpflichtigen enthalten. Für die Geltendmachung von Bewirtungskosten als Betriebsausgabe sind Höhe und geschäftliche Veranlassung zeitnah – spätestens im Rahmen des Monatsabschlusses – schriftlich nachzuweisen. Von einer Abarbeitung der unterjährig gesammelten Bewirtungsbelege im Rahmen des Jahresabschlusses ist abzuraten.
Quelle: haufe.de

Geschenke: So gehen Sie vor

Geschenke und Bewirtungen dürfen aufgrund steuerlicher Vorschriften nur auf bestimmten, vorgesehenen Konten gebucht werden. Zudem bestehen spezielle Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten. Werden diese Vorgaben nicht erfüllt, kann dies die Anerkennung als Betriebsausgabe gefährden. Die Aufzeichnungen haben grundsätzlich zeitnah zu erfolgen – in der Regel innerhalb eines Monats. Außerdem dürfen auf den Konten „Geschenke“ oder „Bewirtungen“ keine anderen Aufwendungen wie beispielsweise Werbekosten, Zugaben u. Ä. erfasst werden. Wegen der besonderen Aufzeichnungspflichten für Geschenke und Bewirtungen sollte hier besonders darauf geachtet werden, Fehlbuchungen zu vermeiden. Eine korrekte steuerliche Abwicklung der Aufwendungen für Geschenke und Bewirtungen wird einen Betriebsprüfer positiv stimmen.

Geschenke: Freigrenze beachten

Geschenke sind unentgeltliche Zuwendungen an einen Dritten.
Arbeitsschritte  
Bereinigen Sie die Konten „Geschenke“ und „Bewirtungskosten“ von eventuellen fremden Buchungen wie beispielsweise Streuartikel, Zugaben und Aufmerksamkeiten, indem Sie diese auf die entsprechenden Sachkonten umbuchen.
Buchen Sie Geschenke an Dritte mit einem Gesamtwert von über 35 EUR pro Empfänger sowie Sachgeschenke an Arbeitnehmer um.
Wurden die Höchstgrenzen überschritten, kommt für Geschenke ggf. eine Pauschalversteuerung in Betracht (§ 37b EStG).
Liegen hinsichtlich der Geschenke ausreichende Dokumentationen über Höhe und Empfänger vor?

Geschenke bis 35 EUR je Empfänger abziehbar

Grundsätzlich können Geschenke bis 35 EUR je Empfänger und je Wirtschaftsjahr steuerlich als Betriebsausgabe abgezogen werden. Wird diese Grenze – auch nur geringfügig – überschritten, entfällt der Abzug in vollem Umfang. Um die Einhaltung der Grenze nachvollziehen zu können, verlangt das Finanzamt zu den einzelnen Geschenken detaillierte Nachweise, u. a. eine Liste der jeweiligen Empfänger.

Geschenke pauschal versteuern

Werden Geschäftsfreunden Geschenke gemacht, muss der Beschenkte unter Umständen auf den Wert des Geschenks Steuern zahlen. Dann ist die Freude über das erhaltene Geschenk schnell dahin. Um dies zu vermeiden, kann der Schenkende einheitlich sämtliche Geschenke des Jahres pauschal mit 30 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer versteuern (§ 37 b EStG) – und damit die Steuerpflicht des Beschenkten quasi übernehmen. Die Pauschalierung ist ausgeschlossen, wenn der Wert eines einzelnen Geschenks oder die Geschenke je Empfänger und Jahr 10.000 EUR übersteigen.

Geschenke an Arbeitnehmer vollständig abziehbar

Geschenke des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer sind für den Unternehmer in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehbar. Sofern Sachzuwendungen für einen besonderen Anlass üblich sind und den Wert von 60 EUR pro Arbeitnehmer nicht überschreiten, sind sie als steuerfreie freiwillige soziale Aufwendung zu erfassen und somit auch beim Arbeitnehmer ohne Versteuerung. Ohnehin sind Sachbezüge bis 44 EUR monatlich lohnsteuerfrei. Ansonsten kommt die Buchung als steuerpflichtiger Arbeitslohn auf einem Konto für Löhne oder Gehälter infrage.

Streuartikel, Zugaben und ­Aufmerksamkeiten

Nicht als Geschenke im steuerlichen Sinn werden Streuartikel, Zugaben und Aufmerksamkeiten eingestuft. Damit unterliegen sie nicht den hohen Anforderungen zur Anerkennung als Betriebsausgabe. Folgende Unterscheidung hat sich in der steuerlichen Rechtsprechung gebildet: Streuartikel – Gegenstände von geringem Wert bis etwa 10 EUR – werden zu Hunderten oder Tausenden verschenkt, ohne dass die Empfänger bekannt sind und benannt werden müssen. Für diese Artikel besteht kein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen; vielmehr soll ein allgemeiner Werbeeffekt erzielt werden. Zugaben werden dagegen beim Verkauf von Gegenständen kostenlos beigegeben. Sie sind deshalb als Kosten der Warenabgabe zu behandeln und abzugsfähig. Als Aufmerksamkeit gilt die Darreichung von Kaffee, Gebäck, kleinen Snacks, Bonbons für Kinder u.Ä. Die Abgrenzung zur Bewirtung mit Speisen, die besonderen Abzugsbeschränkungen unterliegt, kann aber schon bei einer Bockwurst anfangen. Es handelt sich aufgrund des geringen Werts nicht um Geschenke (von daher ist keine Empfängerliste zu führen), aber auch nicht um Zugaben beim Warenverkauf, die getrennt zu erfassen sind.
Die Sachbezugswerte für das Jahr 2019 stehen fest. Die Werte für freie Verpflegung und Unterkunft werden jährlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst und liegen für das Jahr 2019 vor >>> download

KLEINBETRIEB: Gesetztgebung – legislazione

Quelle Das Bundeskabinett hat am 13.4.2020 ein umfangreiches Paket für Bürokratieerleichterungen beschlossen. Es enthält 22 konkrete Maßnahmen, um Unternehmen, staatliche Stellen und Bürgerinnen und Bürger von Bürokratie zu entlasten. Damit will die Bundesregierung einen Auftrag des Koalitionsausschusses vom 25.8.2020 umsetzen Entlastung und Stärkung von Unternehmen
1. Schaffung eines Basisregisters für Unternehmensstammdaten
Das Basisregister für Unternehmensstammdaten in Verbindung mit einer bundeseinheitlichen Wirtschaftsnummer ist ein zentraler Vorschlag der ressortübergreifenden Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reduzierung von Statistikpflichten. Die Umsetzung dieses Vorschlags soll noch 2021 begonnen werden; nach einer umfassenden Implementierungs- und Erprobungsphase soll die erste Ausbaustufe des Basisregisters ab 2024 betriebsreif sein. Damit die entsprechenden Vorarbeiten beginnen können, soll das entsprechende Gesetz zur Schaffung eines Basisregisters für Unternehmensstammdaten (Unternehmensbasisdatenregistergesetz) noch in dieser Legislatur verabschiedet werden.
2. Verbindliche Auskünfte bei Steuerfragen schneller erteilen
Steuerpflichtige sollen künftig eine verbindliche Auskunft zu steuerlichen Sachverhalten innerhalb von drei Monaten erhalten. In diesem Zusammenhang soll geprüft werden, ob die Zuständigkeit für verbindliche Auskünfte im Zusammenhang mit Organschaften bei der für den Organträger zuständigen Finanzbehörde zentralisiert werden sollte.
3. Zeitnahe Betriebsprüfungen durch die Finanzbehörden
Durch die stärkere Nutzung kooperativer Betriebsprüfungen soll dafür gesorgt werden dass Betriebsprüfungen zeitnah, zügiger und mit kleinstmöglichem Aufwand für alle Beteiligten erfolgen können. In diesem Zusammenhang soll insbesondere die folgenden Projekte/Vorhaben umgesetzt werden: Stärkung des Vorhaben KONSENS; E-Bilanz – Rückmeldung nach Änderung durch eine Betriebsprüfung.
4. Angleichung der Berechnungsmethoden für Kleinunternehmer-Umsatzschwellen nach AO und UStG
Da es bei Ist- und Soll-Besteuerung immer noch Unterschiede bei den Berechnungsmethoden der Grenzwerte gibt, sollen diese Berechnungsmethoden angeglichen werden., indem. Zukünftig soll in § 141 Abs. 1 AO auf die Berechnung in § 19 Abs. 3 UStG verwiesen werden. § 20 UStG soll in die Prüfung einbezogen werden.
5. Vereinfachungen durch Modernisierung der Steuer-IT (Elektronische Übermittlung von ESt4B-Mitteilungen)
Einkünfte, an denen mehrere Personen beteiligt sind, werden maschinell festgestellt und anschließend den für die Besteuerung der einzelnen Personen zuständigen Finanzämtern mittels sogenannter ESt4B-Mitteilungen in Papierform mitgeteilt. Diese Finanzämter erfassen die anteiligen Einkünfte wiederum im IT-System und setzen dann die Einkommensteuer fest. Der aufwändige und fehleranfällige Informationsaustausch betreffe bundesweit jährlich mehr als 5 Mio. Steuerfälle. Daher soll der elektronische Austausch der Finanzverwaltung insbesondere mit Unternehmen weiter voran.
6. Erleichterte Abfrage inländischer Umsatzsteuer-Identifikationsnummern mit qualifizierter Bestätigung durch das BZSt
Bisher ist eine Bestätigung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nur über ein Antragsformular beim BZSt möglich. Daher soll eine erleichterte Abfragemöglichkeit gemeinsam mit den Ländern geprüft werden und darüber noch im ersten Halbjahr 2021 entschieden werden.
7. Feststellung der umsatzsteuerlichen Organschaft gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG nur auf Antrag des Unternehmens
Die Regelung zur umsatzsteuerlichen Organschaft ist immer wieder Gegenstand höchstrichterlicher Rechtsprechung. Daher will die Bundesregierung ein Antragsverfahren einführen, wonach eine umsatzsteuerliche Organschaft möglichst nur auf Antrag und durch eine entsprechende Bestätigung der Finanzverwaltung über das Vorliegen der rechtlichen Kriterien entstehen kann.
8. Vereinheitlichung der Umlagesätze der Kranken- und Mutterschutz-Umlagen (U1/U2) und einheitliche verbindliche Auskünfte zu Fragen der Sozialversicherung
Es soll geprüft werden, ob und inwiefern die gesetzlichen Rahmenbedingungen bei den Umlageverfahren nach dem AAG so weiterentwickelt werden können, dass die Beitrags- und Erstattungssätze kassenweit vereinheitlicht werden. Der im Rahmen des Bundesprogramms "Bessere Rechtsetzung 2018" ergangene Auftrag, gemeinsam mit den Einzugsstellen zu prüfen, ob und inwieweit Verbesserungen notwendig sind, um eine einheitliche Rechtsanwendung durch qualitätsgesicherte Auskünfte von den Krankenkassen gegenüber den Arbeitgebern sicherzustellen, soll weiterverfolgt werden.
9. Statusfeststellungsverfahren für Selbständige beschleunigen und digitalisieren
Das Statusfeststellungsverfahren für Selbstständige wollen wir vereinfachen und zwischen den unterschiedlichen Zweigen der Sozialversicherung widerspruchsfrei ausgestalten. Wir streben deshalb an, die Verfahrensdauer zu verkürzen und das Verfahren transparenter zu gestalten.
10. Erleichterung für junge Unternehmen im Vergabeverfahren Um die Beteiligung von jungen Unternehmen in Vergabeverfahren zu stärken, soll in der Praxis und im gesetzlichen Rahmen darauf hingewirkt werden, dass öffentliche Auftraggeber keine Anforderungen stellen, die nicht durch den Auftragsgegenstand gerechtfertigt sind. Das gelte insbesondere für das Erfordernis mehrjähriger Erfahrung und zahlreicher Referenzprojekte.
11. Berichtspflicht für Kraftstoffe
Die Berichtspflichten für Kraftstoffe in der 38. BImSchV sollen abgeschafft werden. Sie seien durch Änderung der europarechtlichen Grundlage nicht mehr zwingend erforderlich.
12. Doppelprüfungen für Abgasmessgeräte reduzieren
Bei Abgasmessgeräten komme es derzeit zu Doppelprüfungen durch Eichung und Kalibrierung. Um die davon betroffenen 35.000 AU-Werkstätten sowie technischen Prüfstellen und Überwachungsorganisationen zu entlasten, soll für diese Messgeräte eine Verwendungsausnahme vorgesehenwerden.
13. Erleichterungen für die Landwirtschaft
Das zusätzliche System der Zahlungsansprüche im Fördervollzug soll im Rahmen der GAP ab 2023 abgeschafft werden.
14. Experimentierklauseln/Reallabore
In Fachgesetzen soll die Möglichkeit zum "Ausprobieren" verstärkt werden. Dazu sollen vermehrt Experimentierklauseln genutzt werden, um insbesondere Reallabore zu ermöglichen.
15. Verbesserung des Regulierungsrahmens für Unternehmensübergaben bzw. -nachfolgen
Um die Attraktivität von Unternehmensnachfolgen für Gründungsinteressierte zu steigern, soll der bestehende Regulierungsrahmen für Unternehmensübergaben bzw. -nachfolgen durch gezielte Anpassungen sowie Anwendungsverordnungen unter Einbeziehung Betroffener vereinfacht werden.
Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern
16. Modernisierung der Statistiken des Bundes zur Entlastung der Auskunftspflichtigen
Es sollen die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, um dem Statistischen Bundesamt und den statistischen Ämtern der Länder für Bundesstatistiken den Zugang zu Angaben aus allgemein zugänglichen Quellen mittels automatisierter Abrufverfahren zu erlauben.
Zudem soll die Übermittlung aggregierter Mobilfunkdaten für Mobilitätsanalysen geregelt und die Nutzbarkeit für die Darstellung kleinräumiger Bevölkerungsstatistiken geprüft werden.
17. Erleichterte und digitale Beantragung von Familienleistungen
Die digitale Verwaltung soll gestärkt werden. Die Erleichterungen bei der Beantragung von Familienleistungen soll ab 2022 umgesetzt sein. Eltern sollen bei der Beantragung von Elterngeld viele Papiernachweise dann nicht mehr beilegen müssen.
18. Vereinfachungen für Betreiber von kleinen Photovoltaik-Anlagen
Die Regelungen für den Bau und Betrieb kleiner Photovoltaik-Anlagen sollen so einfach wie möglich gefasst werden. Für kleine Photovoltaik-Anlagen soll künftig die Pflicht, eine Gewerbesteuererklärung abgeben zu müssen, entfallen.
Verbesserung von Planungs- und Genehmigungsprozessen
19. Prüfung der dauerhaften Nutzung der Instrumente des Planungssicherstellungsgesetzes
Das Planungssicherstellungsgesetz (PlanSiG) erweitert für die besondere Situation der COVID-19-Pandemie die Handlungsoptionen für die Durchführung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Seine Geltungsdauer wurde bis zum 31.12. 2022 verlängert. Durch die Verlängerung stehe ein größerer Zeitraum zur Verfügung, um die Instrumente des PlanSiG zu evaluieren. Dabei soll auch geprüft werden, inwiefern digitale Optionen weiterhin zur Verfügung stehen sollten.
20. Planungspauschale ohne Verwendungsnachweisprüfung
Für Förderprogramme des Bundes, die sich an KMU richten, soll regelmäßig davon Gebrauch gemacht werden, dass die Förderung von Planungskosten als Pauschale in einer zu definierenden Höhe ohne Prüfung des Verwendungsnachweises gewährt wird (Ausnahme von § 44 Bundeshaushaltsordnung (BHO) grundsätzlich möglich entsprechend den Verwaltungsvorschriften zu § 44 BHO). Dies erleichtere beiden Seiten die Arbeit. Die Ergänzung der Verwaltungsvorschriften zu § 44 BHO um eine spezielle Soll-Vorschrift für KMU soll geprüft werden.
21. Präklusion
Die Einführung einer rechtssicheren materiellen Präklusionswirkung für die Bereiche Schiene, Straße und Wasserstraße könne eine Beschleunigung von Genehmigungs- und Gerichtsverfahren bewirken. Es soll daher geprüft werden, ob das aktuelle EuGH-Urteil neue Perspektiven für die Auslegung des EU-Rechts zur materiellen Präklusion eröffnet, um diese nutzen zu können.
22. Vereinfachung des Mobilfunkausbaus
Um das Ziel der flächendeckenden Mobilfunkversorgung im Bauplanungsrecht zu stärken, soll der Mobilfunknetzausbau künftig in den Katalog der zu berücksichtigenden Belange bei der Bauleitplanung aufgenommen werden. Zudem sollen Mobilfunkanlagen künftig grundsätzlich in allen ausgewiesenen Baugebieten der Baunutzungsverordnung (BauNVO) allgemein zulässig sein.
Quelle: Haufe.de
Nach langem Ringen ist im November 2020 endlich das dritte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG III) final beschlossen worden. Das milliardenschwere Maßnahmenpaket soll Unternehmer und Gründer im Arbeitsalltag entlasten. Hält es das, was es verspricht?
Anhebung der Kleinunternehmergrenze
Unternehmer und Gründer mit geringen Umsätzen beantragen gerne beim Finanzamt die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Diese Regelung vereinfacht den Arbeitsalltag enorm, da die Unternehmer dann von der Umsatzsteuer befreit sind und damit auch keine monatlichen oder vierteljährlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben müssen. Bisher können nur Kleinunternehmer von dieser Vereinfachungsregelung profitieren, wenn
ihr Umsatz im vergangenen Kalenderjahr unter 17.500 EUR lag (neu: unter 22.000 EUR) und
ihr Umsatz im laufenden Kalenderjahr bei maximal 50.000 EUR liegt.
Die erste Grenze (17.500 EUR) wurde nun im Rahmen des BEG III angehoben und gilt ab 1.1.2020 nun auch für Kleinunternehmer mit einem Umsatz bis 22.000 EUR (d.h. erstmals bezogen auf den Umsatz 2019). Im Klartext: Es können künftig mehr Unternehmer von dieser Regelung Gebrauch machen und jeder, der nun unter dieser Umsatzschwelle liegt, sollte die Anwendung gründlich durchdenken. Denn: Die Kehrseite der Medaille ist, dass im selben Zuge natürlich auch kein Anspruch mehr auf einen Vorsteuerabzug besteht. Planen Sie bspw. größere Anschaffungen, kann sich der Vorsteuerabzug durchaus positiv bemerkbar machen und es lohnt sich, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten. Allerdings sind Sie bei einem Verzicht fünf Jahre lang an Ihre Entscheidung gebunden.
Praxis-Tipp: Umsatz hochrechnen und ehrlich schätzen
Gründer, die bspw. mitten im Jahr ihr Unternehmen gründen, müssen hierbei beachten, dass die Umsätze auf das gesamte Jahr „hochgerechnet“ werden. Wer also beispielsweise in 6 Monaten 15.000 EUR umsetzt, der hat hochgerechnet einen Umsatz von 30.000 EUR und scheidet damit aus der Kleinunternehmerregelung aus. Wer sich verschätzt, muss dem Finanzamt nachweisen, dass er mit den zusätzlichen Einnahmen nicht rechnen konnte. Kann der Unternehmer das, bleibt er im laufenden Jahr zwar umsatzsteuerbefreit, wird aber im nachfolgenden Jahr umsatzsteuerpflichtig – ganz gleich, wie hoch die Umsätze dann tatsächlich ausfallen. Kann er dagegen nicht glaubhaft machen, dass er mit den zusätzlichen Einnahmen nicht rechnen konnte, muss er rückwirkend für das laufende Jahr Umsatzsteuer entrichten. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen.
Vierteljährliche USt-Voranmeldung für Gründer
Neugründer eines Unternehmens müssen künftig nicht mehr monatlich, sondern dürfen vierteljährlich ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben. Dieser Vorteil erleichtert die Gründungsphase, ist jedoch zeitlich befristet und findet nur Anwendung, wenn die Umsatzsteuer, die im konkreten Fall entrichtet werden muss, voraussichtlich 7.500 EUR nicht überschreitet. Dabei gilt: Auch hier muss die Umsatzsteuer in eine Jahressteuer „hochgerechnet“ werden. Die Neuerung gilt zudem erst für die Besteuerungszeiträume 2021 bis 2026.
Einfachere Aufbewahrung von elektronischen Daten
Bekommt ein Unternehmer eine Außenprüfung, darf das Finanzamt die Steuerdaten, die der Unternehmer mithilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellt hat, einsehen, das System nutzen sowie eine maschinelle Auswertung oder eine Speicherung dieser Daten auf einem Datenträger fordern. Im Falle eines Systemwechsels oder einer Datenauslagerung musste der Unternehmer bisher das verwendete Datenverarbeitungssystem mindestens 10 Jahre im Betrieb halten. Das ändert sich nun, denn nach dem neuen § 147 Abs. 6 AO dürfen alte Datenverarbeitungsprogramme nun guten Gewissens 5 Jahre nach dem Wechsel bzw. der Datenauslagerung beseitigt werden, sofern ein Datenträger mit den gespeicherten Steuerunterlagen aufbewahrt wird! Auf jeden Fall eine Verbesserung!
Schnellerer Aufstieg zum Steuerberater
Gute Neuigkeiten für alle Mitarbeiter im Rechnungswesen: Wer eine kaufmännische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat oder eine andere gleichwertige Vorbildung besitzt, kann künftig nach weiteren 8 Jahren praktischer Tätigkeit zur Steuerberaterprüfung zugelassen werden. Erfolgreich geprüfte Bilanzbuchhalter und Steuerfachwirte können dies sogar schon nach 6 Jahren Berufspraxis tun und damit schneller als gedacht die Karriereleiter emporklettern. Die Neuerung gilt erstmals für Prüfungen, die nach dem 31.12.2020 beginnen.

Personal – gestione personale

Quelle Minijob
Die Minijob-Zentrale erhöht zum 1.10.2020 die U1 und U2-Umlagesätze.Das bedeutet für alle Arbeitgeber, die Minijobber abrechnen einen Anstieg der Lohnnebenkosten ab Oktober 2020. In den meisten Fällen dürfte die Erhöhung der Umlagesätze jedoch zu verschmerzen sein, da sich die Anhebung moderat gestaltet.
Gesetzlicher Mindestlohn ist zum 1. Januar 2021 auf 9,50 Euro gestiegen
Wie hoch ist der Mindestlohn im Jahr 2021? Wie hoch ist der Mindestlohn 2022?
Wann wird er erhöht? Und welche Ausnahmen gelten beim Mindestlohn in 2021 und 2022?
Antworten auf die wichtigsten Fragen   ...mehr 

 

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